Der GrĂŒne Star, medizinisch Glaukom genannt, ist eine chronische Augenerkrankung, bei der der Sehnerv langsam geschĂ€digt wird. Wird sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann sie zur Erblindung fĂŒhren. In Deutschland ist das Glaukom eine der hĂ€ufigsten Ursachen fĂŒr irreversible Sehverluste â oft schleichend und unbemerkt.
đ Was passiert beim GrĂŒnen Star?
Der GrĂŒne Star entsteht in den meisten FĂ€llen durch einen erhöhten Augeninnendruck, der die empfindlichen Nervenfasern am Sehnervkopf schĂ€digt. Aber: Auch bei normalem Augeninnendruck kann es zum Glaukom kommen â man spricht dann vom sogenannten Normaldruckglaukom.
đšââïž Wer kann ein Glaukom bekommen?
GrundsĂ€tzlich kann jeder betroffen sein â aber einige Gruppen haben ein erhöhtes Risiko:
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Menschen ab 40 Jahren
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Personen mit familiÀrer Vorbelastung
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Menschen mit starkem Kurzsichtig- oder Weitsichtigkeit
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Patienten mit Diabetes, Bluthochdruck oder Durchblutungsstörungen
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Personen, die ĂŒber lĂ€ngere Zeit Kortison einnehmen
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Menschen mit dĂŒnner Hornhaut oder bestimmten Augenfehlbildungen
â Wie erkennt man ein Glaukom?
Das HeimtĂŒckische: Der GrĂŒne Star verlĂ€uft meist ohne Symptome â bis es zu spĂ€t ist. Erst im fortgeschrittenen Stadium treten AusfĂ€lle im Gesichtsfeld auf. Dann ist bereits ein Teil des Sehnervs unwiderruflich geschĂ€digt.
â ïž FrĂŒh erkannt â gut behandelt!
Daher ist die frĂŒhe Vorsorge entscheidend. RegelmĂ€Ăige Untersuchungen beim Augenarzt helfen, den GrĂŒnen Star rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die wichtigsten MaĂnahmen:
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Augeninnendruck messen
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Sehnerv kontrollieren (OCT oder Spiegelung)
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GesichtsfeldprĂŒfung
đĄïž Wie kann man vorsorgen?
Neben der augenÀrztlichen Kontrolle helfen auch folgende Tipps:
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Ab 40 alle 2 Jahre zum Glaukom-Check, ab 60 jÀhrlich (auch wenn keine Beschwerden vorliegen)
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Gesunder Lebensstil mit regelmĂ€Ăiger Bewegung, gesunder ErnĂ€hrung und Vermeidung von Nikotin
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Stressreduktion, da Stress den Augeninnendruck erhöhen kann
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Keine selbststÀndige Einnahme von kortisonhaltigen Augentropfen
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Vitaminreiche ErnĂ€hrung: Besonders Vitamin A, C und E sowie Omega-3-FettsĂ€uren unterstĂŒtzen die Augengesundheit
Fazit
Der GrĂŒne Star ist eine ernstzunehmende Erkrankung â aber frĂŒh erkannt, lĂ€sst sich das Fortschreiten gut bremsen. RegelmĂ€Ăige Vorsorge ist dabei der beste Schutz. Wer zur Risikogruppe gehört, sollte nicht zögern und frĂŒhzeitig den Augenarzt aufsuchen.