Man sieht es immer wieder: Eine Mutter schiebt den Kinderwagen â und hat gleichzeitig eine brennende Zigarette in der Hand. FĂŒr viele ein alltĂ€gliches Bild. Doch was viele dabei vergessen: Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein massives Gesundheitsrisiko fĂŒr das Baby.
âWarum ist das so gefĂ€hrlich?
Babys und Kleinkinder reagieren extrem empfindlich auf Zigarettenrauch â auch drauĂen. Denn:
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Sie atmen schneller â und nehmen mehr Schadstoffe auf.
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Ihr Körper ist noch nicht in der Lage, Gifte abzubauen.
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Rauchpartikel bleiben an Kleidung und Haut haften (Third-Hand-Smoke).
Folgen fĂŒr das Kind können sein:
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Erhöhtes Risiko fĂŒr den plötzlichen Kindstod (SIDS)
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HĂ€ufigere LungenentzĂŒndungen und Bronchitis
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Asthma schon im Kleinkindalter
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Entwicklungsverzögerungen
đ Unverantwortlich â oder einfach nur unwissend?
Warum tun Eltern das ihrem Kind an?
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NikotinabhĂ€ngigkeit (âIch brauche das jetzt.â)
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Verharmlosung (âIch habe das auch abbekommen und lebe noch.â)
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Fehlende AufklĂ€rung oder GleichgĂŒltigkeit
Aber: Unwissen schĂŒtzt nicht. Und ein Kind kann sich nicht wehren. Es ist auf Schutz angewiesen â besonders durch die eigenen Eltern.
đźââïž Sollte der Staat eingreifen?
Manche sagen: âSolange das drauĂen passiert, geht es niemanden etwas an.â
Andere (vielleicht auch du) sagen: âSo jemand sollte das Kind entzogen bekommen.â
TatsĂ€chlich kann dauerhafte Belastung mit Passivrauch als KindeswohlgefĂ€hrdung eingestuft werden â besonders in der Wohnung. Doch im Alltag ist das schwer kontrollierbar. Deshalb braucht es vor allem eines: Bewusstsein.
â Was du tun kannst:
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Nie in Gegenwart von Kindern rauchen â auch nicht im Freien.
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Kleidung nach dem Rauchen wechseln, bevor du dein Kind auf den Arm nimmst.
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Wenn du selbst betroffen bist: Hilfe holen.
đą Schlusswort:
Wer Kinder liebt, raucht nicht in ihrer NĂ€he.
Punkt.