Viele kennen es: kleine, transparente Punkte, Fäden oder Flecken, die im Blickfeld herumschweben – besonders vor hellem Hintergrund. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen sind sie harmlos. Doch was steckt dahinter?
Was sind Mouches Volantes?
„Mouches Volantes“ ist französisch und bedeutet „fliegende Fliegen“. Medizinisch spricht man von Glaskörpertrübungen. Dabei handelt es sich um:
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kleine Verdichtungen im Glaskörper (der gallertartigen Masse im Auge)
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sie werfen Schatten auf die Netzhaut → wir sehen Punkte, Schlieren oder Fäden
Sie bewegen sich oft mit dem Blick – daher der Eindruck, dass sie „davonschwimmen“.
Ursachen für Mouches Volantes
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Normale Alterungsprozesse des Glaskörpers (ab ca. 40 Jahren)
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Kurzsichtigkeit (Myopie)
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Verletzungen oder OPs am Auge
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Entzündungen im Auge
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seltener: Netzhautablösungen (Warnzeichen beachten!)
Wann sind sie harmlos?
✅ Wenn:
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sie plötzlich auftreten, aber stabil bleiben
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sie störend, aber nicht schlimmer werden
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keine Lichtblitze oder „Rußregen“ auftreten
Wann sofort zum Augenarzt?
🚨 Bei:
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plötzlichem Schwarm neuer Floater
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Lichtblitzen (wie kleine Blitze am Rand)
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„Rußregen“ oder dunklem Schleier → mögliche Netzhautablösung!
Was hilft gegen Mouches Volantes?
🔍 Konservativ:
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meist keine Behandlung nötig, man gewöhnt sich daran
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Tipp: nicht ständig darauf achten – Fokus auf Kontrastarme Flächen meiden
💊 Nahrungsergänzung (unterstützend, nicht heilend):
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Antioxidantien (Vitamin C, Lutein, OPC)
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Augenvitamine – z. B. mit Omega-3, Zink und Anthocyanen
💉 Behandlungen (nur bei starkem Leidensdruck):
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Vitreolyse (Laserbehandlung) – nicht überall angeboten, nicht immer wirksam
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Vitrektomie (Glaskörperentfernung) – nur bei massiver Beeinträchtigung, da riskanter Eingriff
Fazit
Mouches Volantes sind meist harmlos – aber störend. In der Regel gewöhnt man sich daran. Wichtig ist, neue oder auffällige Symptome vom Augenarzt abklären zu lassen. Bei plötzlichen Veränderungen ist schnelles Handeln wichtig!