Länger im eigenen Zuhause leben
Die meisten Pflegebedürftigen möchten so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und zu Hause gepflegt werden. Durch gezielte Wohnraumanpassungen wird dies häufig möglich. Dazu zählen etwa begehbare Duschen, höherverstellbare Waschbecken oder der Einbau von Haltegriffen. Solche Maßnahmen tragen entscheidend dazu bei, dass Betroffene weiterhin selbständig und sicher leben können.
Eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest zeigt: Allein im Kreis Siegen-Wittgenstein nutzten 2023 insgesamt 373 Versicherte die Möglichkeit einer barrierefreien Umgestaltung. Die Pflegekasse zahlte hierfür über 1,3 Millionen Euro an Zuschüssen aus.
AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider betont:
„Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen helfen Pflegebedürftigen, zu Hause wohnen zu bleiben, ihr soziales Umfeld und eine möglichst selbständige Lebensführung zu erhalten. Das bedeutet mehr Lebensqualität und Lebensfreude.“
Welche Maßnahmen werden gefördert?
Die gesetzlichen Pflegekassen zahlen einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro je Maßnahme. Voraussetzung ist, dass die Pflege zu Hause dadurch ermöglicht oder erleichtert wird. Typische Anpassungen sind:
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Rollstuhlrampen und Türverbreiterungen
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Einbau von Treppenliften
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Begehbare Duschen und rutschfeste Böden
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Höhenverstellbare Waschbecken
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Haltegriffe in Bad und WC
Besonders im Badezimmer lassen sich durch barrierefreie Umbauten Stürze vermeiden und mehr Sicherheit schaffen.
Beratung und Antragstellung
Wichtig: Der Antrag auf Zuschuss muss vor Beginn der Umbaumaßnahme bei der Pflegekasse gestellt werden. Pflegekassen – wie die AOK NordWest – bieten hierfür umfassende Beratung an. Versicherte können telefonisch, online oder persönlich einen Termin vereinbaren. Auf Wunsch kommen Pflegeberater auch direkt nach Hause, um den Bedarf zu analysieren und über Leistungen zu informieren.
Weitere Informationen gibt es im Pflegeportal der AOK unter www.aok.de/nw