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Haare färben: Wie gesund ist das wirklich für die Haare?

Viele Menschen färben sich regelmäßig die Haare – um graue Haare zu kaschieren, den eigenen Look zu verändern oder einfach etwas Neues auszuprobieren. Für das Haar selbst ist Färben allerdings nicht wirklich „gesund“. Dermatologen weisen darauf hin, dass Behandlungen wie Färben, Blondieren oder auch chemische Umformungen das Haar belasten und trocken sowie brüchig machen können.

Besonders belastend ist das starke Aufhellen. Die American Academy of Dermatology empfiehlt, beim Färben möglichst in der Nähe des Naturtons zu bleiben. Wer die Haare mehr als drei Nuancen heller färbt, braucht in der Regel stärkere Peroxid-Mengen – und das kann das Haar stärker schädigen.

Warum Haarfärben die Haare strapazieren kann

Chemische Haarbehandlungen können die Haarstruktur angreifen. Die Folge: Das Haar wird empfindlicher, trockener und bricht leichter. Dermatologen beschreiben, dass geschädigtes Haar fragiler ist und dadurch eher zu Haarbruch, Frizz und auf Dauer sogar zu sichtbarer Ausdünnung beitragen kann, wenn die Belastung immer weitergeht.

Nicht nur das Haar, sondern auch die Kopfhaut kann reagieren. Laut NHS kann Haarfarbe beim direkten Kontakt mit der Haut allergische Reaktionen auslösen. Typische Beschwerden sind Brennen, Stechen, Juckreiz, Spannungsgefühl, Trockenheit oder auch Bläschen. Solche Reaktionen können sofort auftreten, manchmal aber auch erst innerhalb von bis zu 72 Stunden.

Welche Inhaltsstoffe problematisch sein können

Ein häufiger Auslöser für Reaktionen ist PPD (Paraphenylendiamin). Laut NHS steckt dieser Stoff in vielen permanenten und auch in manchen semi-permanenten Haarfarben und ist dafür bekannt, die Haut zu reizen oder allergische Reaktionen auszulösen. Auch die FDA nennt PPD als einen der bekannteren Stoffe, die bei Haarfarben mit Allergien in Verbindung gebracht werden.

Wichtig ist dabei: Auch wer in der Vergangenheit Haarfarbe gut vertragen hat, ist nicht automatisch dauerhaft geschützt. Die FDA weist darauf hin, dass sich Empfindlichkeiten mit wiederholter Anwendung entwickeln können und dass sich zudem Rezepturen im Laufe der Zeit ändern können. Deshalb sollte vor jeder Anwendung nach Anleitung ein Hauttest gemacht werden.

Ist gelegentliches Färben schlimm?

Gelegentliches Färben ist nicht automatisch ein großes Problem, aber es bleibt eine Belastung für Haare und Kopfhaut. Entscheidend ist, wie oft gefärbt wird, wie stark die Farbe vom Naturton abweicht und ob zusätzlich weitere chemische Behandlungen dazukommen. Dermatologen empfehlen, zwischen Nachfärbungen möglichst mehr Zeit zu lassen – gerade in trockenen Jahreszeiten – und nicht mehrere chemische Behandlungen direkt miteinander zu kombinieren.

So lässt sich das Risiko etwas senken

Wer seine Haare färben möchte, kann einiges tun, um Schäden zu begrenzen. Sinnvoll ist es, möglichst nah am Naturton zu bleiben, vor jeder Anwendung einen Patch-Test zu machen und die Einwirkzeit exakt nach Anleitung einzuhalten. Außerdem sollte man nicht färben, wenn die Kopfhaut bereits gereizt oder verletzt ist. Nach dem Färben empfehlen Dermatologen eine schonende Pflege, zum Beispiel Conditioner nach jeder Haarwäsche, damit das Haar besser geschützt und weniger trocken wird.

Auch Hitze kann zusätzlich schaden. Wer bereits gefärbte Haare hat, sollte mit Föhn, Glätteisen und Lockenstab eher vorsichtig umgehen. Die AAD rät dazu, Haare möglichst lufttrocknen zu lassen, die niedrigste Hitzeeinstellung zu verwenden und Hitzeanwendungen insgesamt seltener einzusetzen.

Wann man vorsichtig sein sollte

Wenn nach dem Färben starke Beschwerden auftreten, sollte man aufmerksam sein. Warnzeichen sind zunehmende Rötung, starkes Brennen, Juckreiz, Schwellungen oder Bläschen. Laut NHS sind plötzlich geschwollene Lippen, Mund, Zunge oder Atemprobleme mögliche Zeichen einer schweren allergischen Reaktion und müssen sofort medizinisch abgeklärt werden.

Fazit

Haare färben ist für die Haare nicht gesund, sondern eher eine kosmetische Belastung, die je nach Methode mehr oder weniger stark ausfallen kann. Besonders Blondieren und häufiges Nachfärben strapazieren das Haar stärker. Wer dennoch färben möchte, sollte möglichst schonend vorgehen, Patch-Tests ernst nehmen und die Haare danach gut pflegen. Bei auffälligen Reaktionen der Kopfhaut sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

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