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Sturzprävention im Alter – einfache Tipps für mehr Sicherheit

Sturzprävention im Alter – einfache Tipps für mehr Sicherheit

Warum Sturzprävention so wichtig ist

Stürze gehören zu den häufigsten Unfallursachen im Alter. Schon ein kleiner Stolperer kann schwerwiegende Folgen haben – von Knochenbrüchen bis hin zum Verlust der Selbstständigkeit. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig Maßnahmen zur Sturzprävention zu ergreifen.

Die gute Nachricht: Mit einfachen Tipps lässt sich das Risiko deutlich verringern.

Häufige Ursachen für Stürze

  • Nachlassende Muskelkraft und Gleichgewichtsstörungen
  • Seh- oder Hörprobleme
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Stolperfallen in der Wohnung (Teppiche, Kabel, lose Gegenstände)
  • Ungünstiges Schuhwerk oder glatte Böden

Tipps für mehr Sicherheit im Alltag

1. Bewegung & Training

Regelmäßige Bewegung stärkt Muskeln und Gleichgewicht. Geeignet sind:

  • tägliche Spaziergänge
  • Gymnastik oder Seniorensport
  • Gleichgewichtsübungen (z. B. auf einem Bein stehen)
  • sanfte Sportarten wie Schwimmen oder Yoga

2. Wohnumfeld anpassen

Die Wohnung sollte sturzsicher gestaltet sein:

  • lose Teppiche entfernen oder mit Antirutschmatten fixieren
  • Kabel ordentlich verlegen
  • gute Beleuchtung in allen Räumen, auch im Flur
  • Haltegriffe im Bad und an Treppen anbringen

3. Richtiges Schuhwerk

Bequeme, feste Schuhe mit rutschfester Sohle geben Halt und mindern das Risiko von Ausrutschern. Hausschuhe ohne Fersenriemen oder glatte Socken sind hingegen gefährlich.

4. Regelmäßige Gesundheitschecks

  • Seh- und Hörvermögen regelmäßig überprüfen lassen
  • Medikamente mit dem Hausarzt besprechen (Nebenwirkungen beachten)
  • Vitamin D und Kalzium für stabile Knochen

5. Hilfsmittel nutzen

Gehstöcke, Rollatoren oder Handläufe an Treppen sind keine Schwäche, sondern sinnvolle Hilfen, die Sicherheit erhöhen.

Fazit

Sturzprävention beginnt im Alltag – durch Bewegung, eine sichere Wohnumgebung und regelmäßige Gesundheitsvorsorge. Wer rechtzeitig handelt, kann das Risiko deutlich senken und seine Selbstständigkeit bewahren.

Welche Impfungen sind im Herbst besonders wichtig?

Welche Impfungen sind im Herbst besonders wichtig?

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, steigt auch das Risiko für Infekte. Gerade im Herbst haben Grippe- und Erkältungsviren Hochsaison. Ein wirksamer Schutz sind rechtzeitig durchgeführte Impfungen, die nicht nur dich selbst, sondern auch deine Familie und Mitmenschen vor schweren Krankheitsverläufen bewahren können.

Warum Impfungen im Herbst wichtig sind

Im Herbst schwanken Temperaturen stark zwischen warmen Tagen und kühlen Nächten. Das Immunsystem ist in dieser Übergangszeit besonders gefordert. Hinzu kommen viele Kontakte in geschlossenen Räumen wie Büros, Schulen oder öffentlichen Verkehrsmitteln – perfekte Bedingungen für Viren. Impfungen stärken die Abwehrkräfte gezielt und senken das Risiko, an einer schweren Infektion zu erkranken.

Die wichtigsten Impfungen für den Herbst

1. Grippeimpfung (Influenza)

Die Grippeimpfung gehört zu den bekanntesten und wichtigsten Schutzmaßnahmen im Herbst. Sie wird jedes Jahr angepasst, da sich die Grippeviren regelmäßig verändern. Besonders empfohlen ist sie für:

  • Menschen ab 60 Jahren

  • Personen mit chronischen Erkrankungen

  • Schwangere

  • Beschäftigte im Gesundheitswesen oder in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr

Auch für alle anderen kann die Impfung sinnvoll sein, da sie das Ansteckungsrisiko deutlich senkt.

2. Corona-Auffrischimpfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt im Herbst für bestimmte Risikogruppen eine Auffrischimpfung gegen COVID-19. Dazu gehören ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen sowie medizinisches Personal. Viele Hausärzte in Gotha bieten die Corona-Impfung in Kombination mit der Grippeimpfung an.

3. Pneumokokken-Impfung

Pneumokokken sind Bakterien, die schwere Lungenentzündungen oder Mittelohrentzündungen auslösen können. Gefährdet sind vor allem Menschen ab 60 Jahren oder Personen mit geschwächtem Immunsystem. Eine Impfung kann hier besonders in den Herbst- und Wintermonaten sinnvoll sein.

4. Weitere Impfungen im Blick behalten

Neben den „klassischen Herbst-Impfungen“ solltest du auch auf deinen allgemeinen Impfstatus achten. Dazu zählen z. B.:

  • Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Auffrischung alle 10 Jahre)

  • FSME-Impfung (bei Aufenthalten in Risikogebieten, z. B. beim Wandern oder Campen)

  • Masernschutz (für nach 1970 Geborene, wenn kein vollständiger Impfschutz vorliegt)

Wo kann man sich in Gotha impfen lassen?

In Gotha stehen dir mehrere Möglichkeiten offen:

  • Hausärzte beraten individuell und führen alle wichtigen Impfungen durch.

  • Apotheken in Gotha bieten teilweise direkt Grippeimpfungen an – unkompliziert und ohne lange Wartezeiten.

  • Gesundheitsamt Gotha gibt Auskunft zu Impfempfehlungen und aktuellen Angeboten.

Ein Tipp: Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für alle empfohlenen Impfungen vollständig.

Fazit

Impfungen sind ein wirksamer Schutz vor schweren Erkrankungen und gehören gerade im Herbst auf die Gesundheits-Checkliste. Grippe, Corona und Pneumokokken sind die wichtigsten Impfungen in der kalten Jahreszeit. Prüfe außerdem deinen allgemeinen Impfstatus, um bestens geschützt durch Herbst und Winter zu kommen.

Mit Wohnraumanpassungen mehr Lebensqualität für Pflegebedürftige

Badezimmer mit Haltegriffen, einer Duschkabine und einem Waschbecken für Senioren.

Länger im eigenen Zuhause leben

Die meisten Pflegebedürftigen möchten so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und zu Hause gepflegt werden. Durch gezielte Wohnraumanpassungen wird dies häufig möglich. Dazu zählen etwa begehbare Duschen, höherverstellbare Waschbecken oder der Einbau von Haltegriffen. Solche Maßnahmen tragen entscheidend dazu bei, dass Betroffene weiterhin selbständig und sicher leben können.

Eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest zeigt: Allein im Kreis Siegen-Wittgenstein nutzten 2023 insgesamt 373 Versicherte die Möglichkeit einer barrierefreien Umgestaltung. Die Pflegekasse zahlte hierfür über 1,3 Millionen Euro an Zuschüssen aus.
AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider betont:
„Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen helfen Pflegebedürftigen, zu Hause wohnen zu bleiben, ihr soziales Umfeld und eine möglichst selbständige Lebensführung zu erhalten. Das bedeutet mehr Lebensqualität und Lebensfreude.“

Welche Maßnahmen werden gefördert?

Die gesetzlichen Pflegekassen zahlen einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro je Maßnahme. Voraussetzung ist, dass die Pflege zu Hause dadurch ermöglicht oder erleichtert wird. Typische Anpassungen sind:

  • Rollstuhlrampen und Türverbreiterungen

  • Einbau von Treppenliften

  • Begehbare Duschen und rutschfeste Böden

  • Höhenverstellbare Waschbecken

  • Haltegriffe in Bad und WC

Besonders im Badezimmer lassen sich durch barrierefreie Umbauten Stürze vermeiden und mehr Sicherheit schaffen.

Beratung und Antragstellung

Wichtig: Der Antrag auf Zuschuss muss vor Beginn der Umbaumaßnahme bei der Pflegekasse gestellt werden. Pflegekassen – wie die AOK NordWest – bieten hierfür umfassende Beratung an. Versicherte können telefonisch, online oder persönlich einen Termin vereinbaren. Auf Wunsch kommen Pflegeberater auch direkt nach Hause, um den Bedarf zu analysieren und über Leistungen zu informieren.

Weitere Informationen gibt es im Pflegeportal der AOK unter www.aok.de/nw